|
|
|
 |
 |
 |
 |
DIE PFARRKIRCHE - MITTELPUNKT EINER PFARREI |
 |
|
|
Der Name unserer Pfarrkirche stammt aus der bayerischen Kirchengeschichte. Der hl. Maximilian, Bischof von Lorch, war im 3. Jahrhundert ein Apostel für die jetzigen bayerischen Länder. Ihm wird die Errichtung der ersten christlichen Kirche in Freising zugeschrieben. Der Legende nach fand er am 12. Oktober 218 unter den Kaisern Carus, Carinus und Numerian wegen seiner Standhaftigkeit im christlichen Glauben den Tod durch das Schwert. Seine Gebeine ruhen heute im Dom von Passau.
|
|
|
|
|
Mit dem Namen des Heiligen war noch eine zweite Ehrung gegeben. Es sollte der Name des Königs verewigt werden, der eine große Rolle in der Geschichte des bayerischen Volkes spielte. Um den Pfarrpatron St. Maximilian sind deswegen auch in Form eines Ringgrabes der Kelten und Germanen die alten bayerischen Heiligen aufgestellt, die in unseren Gegenden unter den Karolingern, Agilolfingern und Wittelsbachern gewirkt haben. Unter einem mächtigen Steinkreuz in ihrer Mitte Maximilian, auf einem Throne sitzend seine Gemeinde segnend; um ihn herum Winthir, Rasso, Korbinian, Luitpold, Theodolinde, Ulrich, Hardemunde und Emmeram als Wächter am einfachen Steinaltar. Die Figuren und Steinmetzarbeiten schufen Prof. Balthasar Schmitt und Prof. Georg Wrba, der auch das Reiterstandbild Ottos von Wittelsbach auf der Wittelsbacherbrücke schuf.
|
|
|
Die Grundrißordnung der Kirche zeigt Abweichungen von der sonst üblichen Form der Basilika. Die Türme sind nicht am Haupteingang, sondern in die Seiten-Eingänge eingebaut.. Der Grund hierfür liegt in der Bodenbeschaffenheit.. Es mußte der ganze Bau (Länge 87 m, Breite 50 m, Höhe im Innenraum 24 m) auf eine breite Fundamentierung gestellt werden. Die beiden Türme (mit jeweils 3 Glocken von 10 - 80 Ztr. schwer) ruhen auf Rammpfählen, die bis in den Flins herabgetrieben sind. Ebenso konnte an eine massive Einwölbung des Innenraumes nicht gedacht werden (daher eine horizontale Balkendecke). Um der großen Kirche zwischen den Türmen kein Licht zu entziehen, wurden die beiden Türme durch eine offene Galerie vernbunden und durch zwei große Fenster indirektes Licht hereingelassen.
|
|
|
|
|
Imponierend und machtvoll ist in diesem hehren Raum das Verhältnis von Höhe und Breite, deren Größe man erst merkt, wenn man die Seitenschiffe durchschreitet, die schon Kirchen für sich sind. In ganz wenigen Kirchen Deutschlands vor dem ersten Weltkrieg ist eine solche innere, überwältigende Raumhaftigkeit erreicht worden wie in St. Maximilian. Es ist keine zufällige Begegnung, daß v. Schmidt mit jenem Maler zugleich arbeitete, der ebenfalls das Gefühl der Archtitektu, Fläche und Fresko besaß: Karl Becker-Gundahl. Aber auch die Rückerinnerung an die Frühzeit trifft man an: Die Komposition des Hochaltars greift auf das alte Hühenengrab zurück. Durch die Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde teilweise eine Neuausstattung vonnöten (wie die Glasfenster und Kreuzwegbilder von F.X. Braunmiller). Der gealtige Innenraum konnte hingegen wieder in der ursprünglichen Schönheit erstehen.
|
|
|
|
|
|
Druckbare Version
|
|