13.03.2009

Liebe Abendzeitung,...

„Ich fühle mich wie in einem Film, doch plötzlich ist alles brutale Wirklichkeit um mich herum“, schilderte eine Schülerin der Albertville Realschule, was sie gerade erlebt hat. In ganz Deutschland herrscht absolute Sprachlosigkeit und blankes Entsetzen nach dem Amoklauf von Baden Württemberg. Natürlich hat es in den letzten Jahren tiefgreifende Veränderungen in unserer Gesellschaft gegeben, aber was bitte treibt jetzt einen jungen Menschen zu so einer brutalen Gewalttat?

Wenn ein Jugendlicher ohne Vorwarnung in eine Schule hineingeht, eben mal 10 Schüler und 3 Lehrerinnen ermordet und dann auf der Straße noch weiter um sich schießt, kann man doch gar nicht mehr von „unterschwelliger Gewaltbereitschaft“ sprechen. Hier gibt’s überhaupt keine Hemmschwelle mehr. Dabei sollten junge Menschen, die ihr ganzes Leben noch vor sich haben, eigentlich nur positiv in die Zukunft schauen und voller Begeisterung ihr Leben in die Hand nehmen. Irgendwelche Gedanken an Zerstörung, Vernichtung und blinder Gewalt dürften gar nicht existieren. Der Killer von Winnenden mag ein Einzeltäter sein, Vorbilder aber per Filme und Internet hatte er wohl zu Hauf. Also gibt es auch viele Schuldige für diesen Wahnsinn.


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