04.07.2008

Liebe Abendzeitung,...

Das idyllische Aufkirchen bei Starnberg kämpft um seinen Pfarrer. Der will gerne bleiben, das Ordinariat in München aber sagt, er muss wie vereinbart zurück in sein Kloster. Achtung, aufgepasst! Solche „Pfarrer-Fanclubs“ sind riskant! Der Wind kann sich drehen. Man ist nicht immer Liebling der Massen und viel leichter abhängig von der Gunst seiner Mitstreiter. Interessant aber ist auch die offizielle Reaktion angesichts solcher Treueschwüre: „Wir sind hier Kirche und da bestimmt der Bischof!“ wird die Presseabteilung der Diözese von einer Tageszeitung zitiert. Das klingt so, als wenn es nie ein zweites Vatikanisches Konzil und damit verbunden ein intensives Ringen und Kämpfen um ein neues, modernes Kirchenbild gegeben hätte. Unverhohlen absolutistisch präsentiert sich wieder das alte Schema von Oben nach Unten. Dabei ist Kirche eine Bewegung, die niemals ohne das Engagement und den Willen ihrer Mitglieder existieren kann. Oder was soll denn ein Bischof noch bestimmen, wenn ihm die drei wesentlichen „basics“ - Priester, Mitglieder und Geld - immer weiter weg brechen? Solche unerträglichen Statements verbessern daher gar nichts, sondern leeren unsere Kirchen nur noch schneller!


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