06.03.2009

Liebe Abendzeitung,...

Es könnte einem schwindelig werden schon allein angesichts der Zahlen, von denen wir tagtäglich hören: 10 Milliarden für diese Bank, nochmal fünf für jene, vielleicht noch drei für Opel. Gemeint aber ist doch konkretes Geld und da stehen immerhin neun Nullen hinter dem Komma. Außerdem gibt es da nicht irgendwo in Berlin eine Schatztruhe zum Reingreifen. Dieses Geld muss selbst erst einmal ausgeliehen werden, um später (in besseren Zeiten) erwirtschaftet zu werden. Schon deshalb ist größte Sorgfalt gefragt.
Als Kinder wurden wir immer eindringlich ermahnt, äußerst besonnen mit unserem spärlichen Taschengeld umzugehen, es nicht für irgendwelche Leckereien oder Spielzeug auszugeben, sondern es vernünftig einzusetzen. Auch jetzt bringt es nichts, mit horrenden Summen gegen den Markt „anzusubventionieren“. Der Staat kann nur in die Breite gehen, muss versuchen innovativ in die Wirtschaft einzugreifen und Grundlagen für gesundes Wirtschaften schaffen. Mehr geht einfach nicht, schon gar nicht aber soll er einzelne Unternehmen kaufen. Auch in der Krise muss der Grundsatz einer gesunden Marktwirtschaft bestehen bleiben: So viel Staat wie nötig und so viel Eigenengagement wie möglich!


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