12.06.2010

Liebe Abendzeitung,...

„Vergesst, was sie schreiben! Geht’s hinaus und spielts!“, spricht der „Kaiser“ auf großen Werbeflächen in der Stadt. Recht hat er. Unsere WM-Elf ist kein Favorit, so blutjung wie nie zuvor und es gibt keinen Heimvorteil. Die können nur frei aufspielen und gewinnen, vor allem wenn sie selber Spaß an gutem Fußball haben.
Doch des Kaisers Slogan trifft auch andere, wie unseren Politikhelden in Berlin: „Geht endlich hinaus und tut was für euer bzw. unser Land!“ Finanz- und Eurokrise, Afghanistankrieg, leere Krankenkassen, Bildungsnotstand, ja genügt das nicht, um endlich konstruktiv zusammen zu spielen? Nein, da wird beschimpft und bekriegt, dass die Fetzen fliegen, und eigentlich zählt doch eh nur der 30. Juni und ob Merkels Kandidat Bundespräsident wird? Da muss die wachsende Politikverdrossenheit doch bloß noch fröhliche Urständ feiern.
Ach ja, die Kirchenverdrossenheit gibt’s ja auch noch, und was für eine! In Scharen laufen uns die Menschen davon, haben genug vom Machtgehabe in Kirchenkreisen, wo man einfach über die Menschen hinweg redet. „Geht endlich hinaus und lernt von ihnen, dass sie keine Kirchengesetze und höfische Etikette brauchen, sondern eine intensive Lebensbegleitung!“ Spielt doch einfach – am besten alle miteinander - und gewinnt die Menschen! Aber möglichst rasch bitte!


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