20.06.2008

Liebe Abendzeitung,...

„Dove est la benzina?“ ruft die italienische Signora aufgeregt in die Tankstelle hinein, „Wo bleibt denn mein Benzin?“. Der rassigen Mittfünfzigerin an der Autobahntankstelle bei Modena ist schnell geholfen. Ein Knopfdruck und das flüssige Gold sprudelt wieder aus dem Zapfhahn. Laut aktuellen Berechnungen wird sie in einigen Jahren jedoch vergeblich nach „ihrem“ Benzin plärren. Der Energiespender der Neuzeit namens Erdöl geht unweigerlich zur Neige. Und als wenn das nicht schon Problem genug wäre, droht uns auch noch neues Ungemach. Uns gehen nämlich auch die Experten aus, die das know-how und die Leidenschaft besitzen, neue Energiequellen zu erschließen und zu entwickeln. Selbst noch so hoch dotierte Manager ersetzen keinen einzigen Ingenieur! Ach ja, und dann ist da noch das Heer der ewig Gierigen, die hektisch ihrer Bequemlichkeit frönend nach dem gewohnten Luxus schreien, frei nach dem Motto: Der letzte Liter Benzin gehört mir! Diese „Nach-mir-die-Sintflut-Einstellung“ ist noch nie eine gute Lösung gewesen. Denken wir nur an die Dinosaurier. „Zu viel Panzer und zu wenig Hirn“, das war ihr Schicksal. Unsere Energieprobleme der Zukunft sollten wir Menschen geschickter lösen. Zum Aussterben ist es definitiv zu früh.


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